Buchten an der Costa Brava

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Blue Ocean im September

Der Tramuntana verzichtet seit Wochen auf stürmische Grüße. Das ist perfekt um Buchten an der Costa Brava zu besuchen. Vom Wasser aus die schönsten Strände zu erkunden. Blaue Tage auf dem Meer gehören mit zu den beliebtesten Abenteuern an der Costa Brava. Man kreuzt entspannt von einer Bucht in die nächste. Lässt sich treiben. Nichts eilt. Man genießt den Tag, die Spätsommersonne auf der Haut, das leise Säuseln der Wellen, den erfrischenden Sprung in glasklares kühles Wasser. Bis auf den Grund tiefblau das Meer. Silberne Felsen. Weiße Schaumspritzer. Giftgrüne Pinienkronen. Paradiesische Landschaft. Glück. Zeit und Raum für Träume.

Auf hoher See

Wir tuckern langsam hinaus aus dem quirligen Trubel der Kanäle von Empuriabrava – vorbei an verschnörkelten Turmvillen, modernen weißen Kuben mit viel Glas und sanft im Wind schaukelnden kleinen und größeren Yachten. Langsam nähern wir uns der Hafenausfahrt. Jetzt kann ein Gang hochgeschaltet werden. Olli – unser Kapitän – gibt Gas. Weißer Wellenschaum spritzt vor die Linse. Unsere Rio hüpft flink und geschmeidig über Wellenkamm und Wellental. Wir nähern uns in Windeseile der Skyline von Santa Margarida. Weiter gehts in Richtung Roses. Vor uns türmen sich die Stockwerke eines Kreuzfahrtschiffs. Das hat seine Passagiere bereits an Land verschifft und in die Gassen von Roses verteilt. Die Kreuzfahrtbranche boomt – trotz erschreckender Umweltbilanz: Nur wenige Kreuzfahrtschiffe filtern Feinstaub aus ihren Abgasen.

Parasailing – Sommertrend der Costa Brava

Vor uns schwebt ein Ballonfallschirm übers Wasser: Parasailing mit Blick über die Bucht von Roses – diese seltsame Kombination aus Boot und Fallschirm – ist der Hype des Sommers. 150 Meter über dem Meer schweben – so lautet das Werbeversprechen vom Aventura Nàutica. Ab 100 Euro ist man dabei -vorausgesetzt man hat keine Höhenangst. Schon sind wir vorbei am Sporthafen von Roses.

Buchten an der Costa Brava

Jetzt beginnt unser Buchtenhopping. Wir schalten einen Gang runter und erkunden entspannt die einmalige Küstenlandschaft zwischen Roses und Cadaqués. An diesem schönen Septembertag sind wir nicht die einzigen. Viele der kleinen versteckten Buchten sind nur mit dem Boot oder über abenteuerliche Kletterwege zu erreichen. Trotzdem herrscht reger Badebetrieb. Malerisch schaukeln Boote zwischen den Felsen verstreut. Das eine oder andere aufgeblasene rosa Schwimmtier treibt dazwischen sein Unwesen. Hoch über uns schwebt ein Seeadler majestätisch am Himmel. Misstrauisch beäugt er das bunte Treiben unter ihm und entschwindet nach kurzer Zeit am Horizont. 

Mittagessen im Chiringuito

Wir halten das Panorama von Cadaqués fest. Dazu manövriert Olli uns geschickt durch das Gewirr von bunten Bojen und vertäuten Booten bis nah vor die Kirche – einem der Wahrzeichen des pittoresken weißen Künstlerorts. Inzwischen ist die Mittagszeit heran gekommen. Wir haben einen Tisch in der Chiringuito La Pelosa in der Cala la Pelosa bei Roses reserviert. Hier gibt es leckere Paella und Fideua Marinera, sowie Fische vom Grill, Meeresfrüchte und alles aus dem Meer, was das Herz begehrt. Dazu eiskalten Rosado oder Weißwein – im Paradies kann es nicht besser sein. Das hier ist aber nur eine informelle Strandhütte mit schattigen Sitzplätzen auf einer Terrasse direkt am Meer. Der Platz ist für Touristen ein Geheimtipp und bei Einheimischen und Insidern äußerst beliebt. Deshalb empfiehlt es sich unbedingt vorab zu reservieren.

Die weiße Hafenstadt Cadaqués.
Cadaqués

Katalanische Köstlichkeiten

Wenn man mit dem Boot kommt, kann man an einer der Bojen in der Bucht anlegen. Per Schlauchbootservice des Restaurants gehts dann an Land. Manchmal braucht es ein wenig Geduld, bis man an der Reihe ist. Nach etwa 10 Minuten dockt das schwarze Gummiboot bei uns an und wir werden sicher an Land gebracht. Unser Tisch ist bereit, die Karte kommt sofort, die Getränke innerhalb von Minuten. Der Service ist freundlich und schnell. Bald schon steht unsere Vorspeise – „calamares a la andaluza“ vor uns. Danach kommt die „Fideua Marinera“ auf den Tisch. Das typisch katalanische Gericht entspricht in etwa einer Paella bei der aber statt Reis dünne Fadennudeln zum Einsatz kommen. Superlecker!

Burg bei Roses, währen des Buchtenhopping an der Costa Brava.
Auf dem Weg zur Strandbar – Burg bei Roses

Rückfahrt nach Empuriabrava

Dazu Roséwein. Salut! Später noch ein Café con hielo. Für den spanische Eiskaffee bekommt man einen Espresso bzw. „café sólo“ und ein Glas voller Eiswürfel serviert. Den Espresso kippt man schwungvoll in das große Glas mit Eiswürfeln und rührt um. Erfrischend, lecker und aufweckend! Am späten Nachmittag shippern wir entspannt zurück in Richtung Empuriabrava. Das Leben ist schön! Der Spätsommer an der Costa Brava fantastisch!

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