Kochen als Kunst, die die Sinne betört…

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Schokoladige Schätze am Strand.

Die Besten kochen wiederum in Spanien. Beim diesjährigen Top-50-Ranking des «Restaurant Magazine» in London ist «El Celler de Can Roca» aus Girona auf Platz 1 gewählt worden. Das inzwischen mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant war 1986 von Joan und Josep Roca in der Nähe der Bar ihrer Eltern als typisch katalanisches Lokal eröffnet worden. Heute wird es von drei Brüdern Joan (Küchenchef), Josep (Sommelier) und Jordi (Patissier) geführt und ist bekannt für die Kombinationen aus katalanischen Gerichten, innovative Techniken sowie den leidenschaftlichen Service seiner Besitzer. Seit 2011 hatte das Restaurant der Roca-Brüder im weltweiten Ranking auf Platz 2 gelegen.

Wie gut, dass die Köche der Costa Brava wissen, dass das Auge mit isst.

Kochen als Kunst, die die Sinne betört – so versteht man die Gastronomie in Spanien. Ein kulinarisches Fünf-Sterne-Angebot, was Geschmack, Präsentation, Aroma, Textur, Farbe usw. angeht. Die Kreationen von Chefs wie Adrià, Arzak, Berasategui, Ruscalleda, Santamaría, Subijana und Roca haben Spanien an die Spitze der internationalen Haute Cuisine katapultiert.Die neuen spanischen Gastwirte sind Künstler am Herd, und das spiegelt sich in ihrem enormen internationalen Renommee wider. Die Arbeit dieser neuen Künstler am Herd zeichnet sich durch ihre Originalität und Innovation aus und vereinbart immer die traditionelle mediterrane Küche mit kreativen Ansätzen. Die neue Kochkunst hat in der Kultur Spaniens einen derart hohen Stellenwert, dass der Koch José Andrés 2010 mit dem spanischen Orden der Künste und der Literatur ausgezeichnet wurde.

Cocktailrunde gewünscht?

Internationale Anerkennung – viele der spanischen Restaurants zeichnen sich durch ihre Qualität und Kreativität aus. Landesweit gibt es etwa 150 Lokale mit einem oder mehreren Michelin-Sternen. Sieben davon erhielten die höchstmögliche Auszeichnung, eines in der Region Valencia, zwei in Katalonien und vier im Baskenland.In Katalonien sind es die Restaurants „Celler Can Roca“ und „Sant Pau“ in der Provinz Girona. Im „Celler de Can Roca“ in der Stadt Girona setzen die Brüder Roca auf kulinarische Kreativität zur Vermittlung von Erlebnissen.

Carme Ruscalleda bietet in ihrem Restaurant „Sant Pau“ mit Blick aufs Meer in Sant Pol de Mar eine moderne Neuinterpretation der traditionellen Gastronomie Kataloniens.Viele weitere Restaurants haben sich hier in unserer Region einen hervorragenden Ruf erworben. Dazu zählen „Enoteca“, „Moments“, „Lasarte“ und „Àbac“ in Barcelona, „Can Fabes“ in Sant Celoni (Provinz Barcelona), „Les Cols“ in Olot und „Miramar“ in Llança (beide in der Provinz Girona).

Das El Bulli der Zukunft – Ferrán Adrià ist jahrelang das Aushängeschild der spanischen Hochküche gewesen und sein Restaurant „El Bulli“ wurde von vielen als das beste der ganzen Welt betrachtet. Doch seit Juli 2011 schloss das Haus seine Tore, um ein neues Großprojekt in Angriff zu nehmen: die „El Bulli Foundation“. Ziel dieser Stiftung ist es, ein Zentrum für gastronomische Kreativität zu sein, wo neue Kochkonzepte entstehen und auf internationaler Ebene ausgetauscht werden sollen.

Konzentriertes Arbeiten im El Bulli.

An der Costa Brava und im Hinterland gibt es für Gourmets noch viel mehr zu entdecken: Tapas, Anchovis und Cava – das ist nur eine kleine Auswahl der kulinarischen Vielfalt, die im Nordosten Spaniens grenzenlos scheint. In kleinen Fischerorten offenbaren sich kulinarische Leckerbissen, in verträumten Bergregionen lässt man mediterrane Köstlichkeiten im Ofen zu exzellenten Gerichten schmoren und da wo sich Berge und Meer vermählen, werden heute internationale Spitzenweine und Cavas erzeugt.Die Hochzeit von „Mar i muntanya“ – Bergen und Meer – lieben die Katalanen auch auf dem Teller: z.B. Hühnchen mit Gambas oder die katalanische Variante der Paella mit einem Mix aus Fleisch und Meeresfrüchten. Man mag es auch süß und pikant, wie etwa „Schweinerippen mit Pfirsich“

Nicht nur die Speisen, sondern auch die Getränkekarte überzeugt.

Wer von Haus aus schon so experimentierfreudig kocht, den müssen die Köche im Hotel und Restaurant besonders überraschen.Diese wagen das Spagat zwischen Tradition und Moderne und bieten vielerorts den Gästen eigene Kreationen und innovative Menüs unter dem Stichwort “Cocina de Autor”.Was hier auf den Tisch kommt ist so abwechslungsreich wie außergewöhnlich. Beginnend bei einfachen Tapas, geht vieles über zu neuen Varianten von „Mar i muntanya“ und endet noch lange nicht bei den ausgefallenen Raffinessen a la Ferran Adriá mit seiner berühmten Molekularküche.Das blieb auch dem Guide Michelin nicht verborgen. So findet man hier an der Costa Brava schon seit Jahren eine bemerkenswert hohe Sternedichte und trifft auf überraschend viele junge kühne Köche.Sowohl der mit dem dritten Stern gekrönte Joan Roca in Girona, als auch viele andere Restaurantchefs im Hinterland und an der Küste zaubern wunderbare Gerichte aus den frischen Produkten der Region. Sie wagen dabei internationale Fusionen. Man spielt mit Traditionen, nutzt  orientalische Anleihen und liebäugelt mit internationalen mediterranen Klassikern in neuer Ausrichtung.

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Kochen gilt in Katalonien nicht erst seit der Documenta-Teilnahme von Ferran Adriá als Kunst: Das erste in einer romanischen Sprache verfasste Kochbuch war das in katalanisch verlegte „El Llibre de Sent Soví“. Seit dem diese Rezeptsammlung im 14. Jahrhundert erschienen ist, zählt Kochen in Katalonien zur Kultur. Wundern Sie sich nicht, wenn Steaks oder Gambas überzogen mit herber Schokolade auf der Karte stehen.

Schließlich schuldet man damit nur dem Surrealistischen Meister Salvador Dalí Respekt. Dalís Lust am guten und reichlichen Essen ist in Katalonien sprichwörtlich und nachzulesen in dem Buch  „Salvador Dalí – Katalanische Küchenträume“.  Nicht umsonst wollte Dalí schon mit sechs Jahren „Köchin“ werden. Als genialer Künstler, schriller Selbstdarsteller und Marketinggenie liebte er den sinnlichen Genuss des Essens: „Man kann das Essen unterlassen – aber schlecht essen kann man nicht“.  Zu seinen Lieblingsgerichten gehörten Gambas mit dunkler Schokolade überzogen!!

Gourmets kommen an der Costa Brava voll auf ihre Kosten, denn nicht nur die Restaurants gehobener Klasse mit berühmten Küchenchefs und außergewöhnlichem Service sind vergleichsweise günstig, auch so mancher Landgasthof bietet echte kulinarische Leckerbissen zu guten Preisen. Auch die hervorragenden Weine der Region sind im internationalen Vergleich noch äußerst preiswert auf den Getränkekarten zu finden.

Cocktailrunde gewünscht?

In vielen Restaurants und Hotels wird von Montag bis Freitag ein Mittagsmenü mit 3 Gängen inklusive Wasser und Wein zum günstigen Preis (zwischen 9-19 Euro) angeboten. Am Wochenende und am Abend stehen teilweise auch Menüs auf der Karte, dann etwas teurer und ohne Getränke. Nach dem Abendessen kann man bis in den Morgen in zahlreichen Bars und Chilinguitas so richtig feiern gehen. Schließlich ist Sommer!

Gourmet- Sport- und Kulturreisen sind Trend. Die Costa Brava hat diesbezüglich natürlich viel zu bieten – auch was die Unterkunft betrifft: liebevoll sanierte Masiahotels mit 3 bis 4 Sternen im Hinterland laden zu Besinnlichkeit mit SPA und Wellnessangeboten, luxuriöse Hotelanlagen überzeugen mit internationalem Service und traumhaften Meerblick, kleine familiär geführte Häuser bieten persönlichen Service gepaart mit Insider-Tipps für Exkursionen und gepflegte Golfanlagen laden zum Verweilen.

Weitere Tipps für Essen, Trinken, Feiern und Übernachten an der Costa Brava und im Hinterland finden sie auf unserer Webseite.

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