Eine Reise die ist lustig, eine Reise die ist schön…

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Mein erster Tag in Cadaquès.

Hola liebe Leser der Costa Live!

Mein Name ist Hannah, ich komme aus Berlin und bin vor knapp einer Woche im schönen Spanien angekommen, um die Redaktion der Costa Live für drei Monate als Praktikantin zu begleiten. Da man auf Reisen immer so Einiges erlebt, von schönen über lustigen bis hin zu skurrilen Dingen, werde ich hier jede Woche ein paar meiner neuen Eindrücke schildern. Schon der erste Tag in der Fremde hat so manche Überraschung für mich bereitgehalten… 

Tour nach Cadaquès

Ich muss zugeben, meine Anreise nach Spanien hätte entspannter ausfallen können – beim Schleppen meines bleischweren Koffers vom fünften Stock hinunter auf die Straße sind mir fast die Arme abgefallen, es gibt Angenehmeres als bei gefühlten 50 Grad in der Berliner U-Bahn eingepfercht zu sein und meinen Flug hätte ich um ein Haar verpasst, weil mir netterweise die falsche Abflugszeit auf mein Ticket gedruckt wurde. Aber was soll’s, drei Monate in meinem Lieblingsland werden mich entschädigen, denke ich mir, und schon nach den ersten vierundzwanzig Stunden auf spanischem Boden weiß ich, dass sich die Mühe gelohnt hat.

In Cadaquès befindet sich eine Dali Statue am Strand.

Das Ganze kommt mir trotzdem noch vor wie ein Traum, als ich heute auf dem Weg nach Cadaqués an Olivenbaumplantagen und Palmen vorbei durch die trockene Landschaft fahre, Fahrtwind und Sonne im Gesicht. Bitte, bitte, liebe Realität, hole mich nicht mehr ein!
Unser Surrealisten – Star Dali hat sich Cadaqués nicht umsonst als Wohnsitz ausgesucht. Die charmant betuchte Stadt hat es mir sofort angetan (mal sehen wie oft dieser Satz hier noch über meine Lippen kommt).Wie Schwalbennester kleben die weißen Häuser an den abfallenden Hängen der Pyrenäen, in deren felsige Brandung sich unaufhörlich das Meer frisst. Die Hauptstraße windet sich dicht an der Küste entlang und ist von blühenden Oleandern gesäumt, in der Luft hängt der Geruch von Salz und frisch gegrilltem Fisch. Wie gut, dass wir direkt zu Beginn Spanien‘s berühmt berüchtigten Siesta aufkreuzen (wie ich die Spanier um ihre Gabe beneide, sich konsequent jeden Tag eine Pause zu gönnen, ohne hinterher im schlechten Gewissen zu versinken). Also heißt es erstmal auf kulinarische Entdeckungsreise gehen- die Auswahl fällt nicht leicht, bei den unzähligen kleinen Cafés und Restaurants, die sich am Strand tummeln. Wir entscheiden uns für eine relaxte Beachbar, serviert wird Salat mit Ziegenkäse und Walnusskernen, frisches Carpaccio de bacalao, Oliven und allerlei Meeresfrüchte. Ja, ich erinnere mich sofort wieder, weshalb ich von diesem Essen nie genug bekommen konnte.

Der Blick auf die Küste vor Cadaquès.

Danach lassen wir uns ein bisschen durch die engen Gassen treiben. Die getünchten Hauswände sind von Pflanzen umrankt, die Bewohner sind von der Hitze auf ihre schattigen Balkone geflohen, von denen sich Wäscheleinen spannen. Es lässt sich nicht nur aushalten hier, ich will gar nicht mehr weg, würde uns nicht die Aussicht auf die Abendsonne am Cap de Creus locken. Hier oben weht ein anderer Wind – wortwörtlich. Wir werden fast von den Klippen gepustet, dafür ist der Ausblick auf das Meer atemberaubend.
Hätte meine Reise besser starten können? Ich denke nicht. Als ich abends im Bett liege, glücklich und gesättigt von Sonne und salziger Luft, hat sich der Alltagsstress jedenfalls schon in unerreichbare Ferne verzogen.

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