Cap de Creus – ein Tag zwischen Berg und Tal

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Costa Brava von Berg und Tal – Ein Tagesausflug um das Cap de Creus

„¡Solamente diez!“ – dieser Satz ist jedem bekannt, der bereits einen spanischen Markt besucht hat. Genau dort, auf dem Wochenmarkt in Sant Pere de Pescador, beginnt unser Erlebnistag. Zwischen Marktschreiern, Akkordeonmusik und allerlei Verkaufsständen entlang des Flusses Fluvià besorgen wir schnell frisches Obst, Gemüse und einen Sonnenhut. Damit sind wir gerüstet, um das Umfeld am Golf de Roses zu erkunden!

Wochenmarkt in Sant Pere Pescador
Der Wochenmarkt in Sant Pere Pescador bietet von Klamotten bis zu Gemüse alles was das Herz begehrt

Weites Meer, breiter Sandstrand, Vogelgezwitscher – hier an der Flussmündung, wo die Fluvià ins Mittelmeer übergeht, lässt sich der Tag beginnen!

Aïguamolls de l’Empordà bis Roses

aiguamolls de l emporda mit sich auf die schneebedeckten berge
Aïguamolls de l’Empordà mit Blick auf die schneebedeckten Pyrenäen

Eingebettet im Naturschutzpark Aïguamolls de l’Empordà zeigt sich hier ein täglich wechselndes Naturschauspiel: Mal schmal und mal breit, von ganz ruhig bis wild und ungestüm ändert sich je nach Witterung  das Panorama der Flussmündung. Noch schnell ein tiefer Atemzug Meeresluft mit Blick auf die umliegende Bucht am Golf de Roses, bevor unsere Reise in die etwas nördlicher gelegene Stadt Roses führt. Von Klippen umgeben zieht sich der  bunte Touristenort die Küste entlang. Roses scheint so fröhlich wie der Name (dt. Rosen) verspricht und versprüht schon in der Vorsaison frisches Urlaubsflair. Windgeschützt lädt der weite Sandstrand des Stadtteils Santa Margarita dazu ein, sich dem Spiel der kühlen Wellen zu stellen und bietet mit den steilen Kliffs, die sich ins Wasser tauchen, einen tollen Anblick.

Yachthafen von Roses

Sonnenuntergang sporthafen roses
Sonnenuntergang mit roten Wolken im Sporthafen von Roses

Entlang der Strandpromenade führt uns der Weg zum Yachthafen von Roses. Ganz ohne Zwischenstop erreichen wir ihn jedoch nicht – zu verlockend sind „Café con leche“ und Churros in den vielen Cafés und Bistros mit Meerblick am linken Wegesrand.

Strandpromenade Roses
Die Strandpromenade von Roses.

Über unseren Köpfen in den Palmblättern zwitschern sich grüne Papageien zu. Ein kleiner Abstecher auf dem Weg zum Hafen in die angrenzende Innenstadt bringt jeden auf seine Kosten: bunte Geschäfte laden zum Stöbern ein, zahlreiche Restaurants sorgen für ein gemütliches Ambiente und für eine schnelle Abkühlung bietet sich ein Eis auf der Placa de l’Esglesia mit Blick auf die Ortskirche im romanischen Stil an.

Ciutadella de Roses

Zitadelle von Roses
Angestrahltes Eingangstor der Zitadelle in Roses

200 Meter vom Strand entfernt befindet sich die die 2500 Jahre alte Ciutadella de Roses. Die Ausgrabungsstätte, von Griechen und Römern erbaut, erstreckt sich über zwölf Hektar und wird heute als Kulturmuseum und Veranstaltungsort genutzt. Für den Juli haben wir uns gleich ein paar Termine vorgemerkt – dann wird hier eine Reihe spanischer Kinofilme unter Freilicht gezeigt, sicher ein einmaliges Erlebnis bei dieser Kulisse!

Atemberaubendes Panorama aus hoher Luft

Eine angenehme Abwechslung zum touristischen Trubel entlang der Küste bietet unser Abstecher in die Höhen des Naturparks Cap de Creus.

Cap de Creus Leuchturm
Leuchtturm bei Abenddämmerung am Cap de Creus bei Cadaqués

Über die Ortschaften Palau-Saverdera und Vilajuiga erreichen wir das alte Benediktinerkloster Sant Pere de Rodes. Der Legende nach von Römern im achten Jahrhundert erbaut, thront das imposante Steingebäude hoch über der Küste von El Port de la Selva. Wir sind gebannt vom atemberaubenden Blick, der sich uns bietet. Tiefe Täler, steile Schluchten und raue Bergketten, zwischen denen sich vereinzelt Autostraßen schlängeln, zeigen sich in Richtung Norden und Westen.

Straße nach Sant Pere de Rhodes
Blick auf die Serpentinenstraße zum Kloster Sant Pere de Rodes.

Im Südosten haben wir bei sonnigem Wetter eine einwandfreie Sicht über die gesamte Küstenregion bis zur französischen Grenze. Wer hier an Reinhard May’s Lied „Über den Wolken“ denkt, ist angekommen. So muss sich Freiheit anfühlen, denken wir bei der Aussicht in die gewaltige Natur. Am Horizont über dem Meer können wir nicht einmal die Linie zwischen Himmel und Wasser ausmachen.

Sant Pere de Rodes

Sant Pere de Rodes
Kloster Sant Pere de Rodes im Naturpark Cap de Creus

Ein kurzer Pfad vom kostenfreien Parkplatz zum Benediktinerkloster führt zum Eingang der heutigen Ruine. Hier können Besucher die jahrhundertealten Steingänge und das Kirchenschiff erkunden und sich im anliegenden Restaurant mit frischem Fisch, würzigem Serranoschinken und anderen typisch katalanischen Spezialitäten stärken.

Unseren Weg kreuzen auch viele Wanderer. Sie erklimmen von hier den Gipfel hinauf zur Burgruine Castell de Sant Salvador de Verdera, die 680 Meter über dem Meeresspiegel mit einem besonderen Rundblick lockt.

Benediktinerkloster Sant Pere de Rhodes
Jahrhunderte alte Steinmauern des Klosters Sant Pere de Rodes erstrecken sich in luftiger Höhe über dem Nationalpark Cap de Creus.

Port de la Selva

Maler in Port de la Selva
Maler in Port de la Selva malt die Kirche vom Hafen aus

Der Tag neigt sich langsam dem Ende und wir winden uns die Serpentinen hinunter zum traditionellen Fischerort Port de la Selva.

Die ersten Fischer kehren von ihrem Arbeitstag in den Hafen zurück. Wir schlendern am Hafen entlang und erkunden die schmalen, steilen Gassen von Port de la Selva. Unsere Sicht auf das blaue Meer wird von holzigen, alten Fischerbooten gebrochen, die am Strand liegen. Hungrig nach einem erlebnisreichen Tag suchen uns in einer der bunt geschmückten Straßen ein ruhiges Plätzchen für das Abendessen.  Mit einem Rucksack voller neuer Eindrücke lassen wir hier den Abend bei einem Glas Wein und frischem Fisch ausklingen.

Hafen Port de la Selva
Fischerboote zieren den Strand von Port de la Selva.

 

 

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