Auf den Spuren der Pilger

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Festes Schuhwerk zu unseren Füßen, eine Landkarte und genügend Wasser in unseren Taschen, ein voller Tank, der uns an diesem sonnigen Morgen in die kurvige Berglandschaft der Pyrenäen führen sollte.
Eine kleine, beengte Straße trug uns unweit des zu unseren Füßen liegenden spanischen Landstriches hoch hinaus. 

Erhaben erstreckte sich eine meilenweite Berglandschaft, umgeben einer wild florierenden Vegetation, durchzogen unzähliger Bachläufe, die sich parallel der kurvigen Straße ihren Weg durch das Gebirge bahnten.
Mein Blick wurde weiter, schweifte über die Gipfel der Berge, die in den Wolken zu hängen schienen, gedankenverloren und gebannt zugleich. Das Gefühl von Freiheit durchzog mich, stellte sich respektvoll und ehrfürchtig den Weiten meiner Umgebung, die vor meinen Augen kein Ende finden wollte und mich empor trug in mir unbekannte Dimensionen.

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Die Kurven wurden enger, die Steinwände höher, die Aussicht erschlagender: Schon bald sollten wir unseren ersten Zwischenstopp erreichen: Espinavell. Ein kleines Dorf inmitten der Berge; ein Ort voller Abgeschiedenheit und Intimität.

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Ein Stück weit waren wir Eindringlinge mit Rucksäcken und Fotokameras, achtungsvoll eingewandert in die Idylle dieses friedvollen, kleinen Ortes. Freundlich empfangen von den Dorfbewohnern, die zur Mittagszeit die steilen Wege ihres Dorfes erklommen, friedvoll ihr Gemüsebeet bewässernd oder ihre Tiere versorgend.

Nur schwer konnten wir uns der Ruhe und dem Frieden dieses kleinen Dorfes entziehen, aber unsere Tour durch die Berge sollte hiermit noch nicht enden und wir waren gespannt, was der Tag noch für uns bereithalten würde. Zurück auf der Passstraße, die auch dem ein oder anderen Radfahrer eine schweißtreibende Route eröffnete, genossen wir erfreulicherweise nur selten die Gesellschaft entgegenkommender Autos. Demgegenüber waren es die freilaufenden Kühe und Schafe, mit ihren laut erklingenden Glocken um den Hals, die unweit der Straße auf umliegenden Wiesen unsere Aufmerksamkeit erregten.

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So erkämpften wir uns möglichst schwindelfrei unseren Weg in in die Dörfer Rocabruna und Beget, die mit prachtvollen Kirchen und wunderschönen Steinfassaden die Speicherkarten unserer Kameras füllten.

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Stilvolle Restaurants und gemütliche Bars boten uns eine kleine Verschnaufpause der nicht endenden neuen Eindrücke, die an diesem Tag auch andere Wanderer in die kleinen Bergdörfer lockten.

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Ich hatte meine Ruhe gefunden. Ein Fleckchen Erde inmitten der Erhabenheit der Berge, welches mir nicht nur eine neue Wahrnehmung eröffnete, sondern mir auch ein Stück weit Zeit für mich schenkten sollte.

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